Willkommen

Liebe BesucherInnen,

die Losung für das neue Jahr setzt uns in Bewegung: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34, 15). Und tatsächlich, Was tun wir nicht alles „um des lieben Friedens willen“? Wie viel wird unter den Teppich gekehrt? Da kann es so lange liegen, bis irgendwer irgendwann darüber stolpert. Aber genau dann ist es schnell um den „lieben Frieden“ geschehen. Er ist kein Dauergast, der einfach so mit am Tisch sitzt und ein friedliches Miteinander garantiert. Weder in unseren Familien und unserer Gesellschaft, noch in unserer Welt, auch nicht in unseren Kirchen und Gemeinden. Überall erleben wir, wie zerbrechlich und flüchtig der Friede ist. Wie leichtfertig und oft auch unbedacht wir ihn aufs Spiel setzen.

Bei unserer Suchbewegung und beim Nachjagen können wir leicht aus dem Tritt kommen und das eigentliche Ziel aus dem Auge verlieren.

Und was wäre ein gutes und sinnvolles und erreichbares Ziel?

Das biblische Wort „Schalom“ bedeutet „Frieden“, meint aber weit mehr als nur die Abwesenheit von Streit und Krieg und auch keine Friedhofsruhe. „Schalom“ meint eine tiefe Sehnsucht nach einer heilen, unversehrten Welt, in der keine Gefahr mehr droht. „Schalom“ ist die unverbrüchliche Hoffnung auf ein gerechtes und alle Feindschaft überwindendes Miteinander der ganzen Schöpfung.

Am nächsten kämen wir diesem Zustand, wenn wir uns mit uns selbst in Frieden wissen und mit Ruhe und Zuversicht in die Zukunft sähen. Aus diesem zuversichtlichen Sein heraus erwachsen die besten Ideen, wo mein Zutun für eine friedliche Welt am sinnvollsten zustande käme.

Ich grüße Sie herzlich und wünsche Ihnen allen ein gesegnetes und friedliches Jahr 2019

Johannes Lewek, Pfarrer